Altersarmut kann jedem drohen

Wer in Deutschland arm ist, der hat weniger als 917€ im Monat zur Verfügung. Diese Zahl ist die offizielle Schwelle zur Armut und unter dieser Grenze findet man besonders häufig Arbeitslose und Alleinerziehende – aber auch viele Rentner. Altersarmut ist jedem ein Begriff. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sich auch jeder intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat und etwas dagegen für sich tut. Wir erklären dir, was genau Altersarmut ist, wie man altersarm werden kann und wie man optimal Vorsorge betreibt.

Ab wann gilt man als arm?

Altersarmut heißt, dass man nicht über genügend Geld verfügt, um nach der Zeit als Berufstätiger seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Meistens ist man in diesem Fall auf eine Grundsicherung durch das Sozialamt angewiesen, die allen Bedürftigen ein existenzsicherndes Einkommen garantiert. Der Bruttobedarf ist abhängig von Wohnort und Miete und liegt für Personen über 65 Jahren im Schnitt bei 700€ im Monat.

Wem droht Altersarmut?

Die Altersarmut droht besonders denjenigen, deren Einkommen im Erwerbsleben niedrig oder gar nicht vorhanden war. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, wie etwa eine unterbrochene Erwerbsbiografie oder Selbstständigkeit. Hinzu kommt, dass die Anzahl an Geringverdienern in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen hat, ebenso sinkt das durchschnittliche Eintrittsalter in die Erwerbsminderungsrente. Vergangene Rentenreformen, die auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung gesetzt haben, funktionieren einfach nicht.
Um die Rentenlücken zu schließen, werden von staatlicher Seite die private kapitalgedeckte Altersvorsorge und die Riester-Rente gefördert. Wenn Arbeitnehmer aber diese neue Eigenverantwortung nicht wahrnehmen, droht die Altersarmut. Nur 24% der Haushalte in der unteren Einkommensgruppe haben einen Riester-Vertrag, in den höheren Einkommensgruppen besitzen ihn immerhin 50%.

Wie kann ich mich davor schützen?

Eine private Altersvorsorge ist unerlässlich. Die Zinsen für festverzinsliche Wertpapiere sind aktuell im Keller, daher bieten sich besonders Unternehmensbeteiligungen (Aktien) oder Immobilien als Vorsorge an.
Die höhere Rendite bekommen Sie langfristig bei den Aktien. Bei diesen kannst du durch verschiedene Möglichkeiten Kapital aufbauen. Entweder investierst du in Einzelaktien oder vertraust auf einen Fond. Hierbei wählt ein Fondsmanager für dich die einzelnen Aktien aus und sorgt so für eine gesunde Risikostreuung. Wenn du regelmäßig kleinere Beiträge in Aktien anlegen möchtest, ist ein Fondssparplan das richtige für dich.

Da nicht davon auszugehen ist, dass der Lebensstandard der Rentner dauerhaft gewährleistet ist, ist ein private Altersvorsorge unerlässlich. Je früher du damit beginnst, desto besser.