Kinderintensivpflege – Eine besondere Herausforderung

Grade noch so klein und schon bereiten sie ihren Eltern Kummer. Von Erkrankungen und Behinderungen sind nicht nur Erwachsene oder ältere Menschen betroffen. Auch Kinder werden leider nicht verschont. In der Kinderintensivpflege kümmern sich in solchen Fällen Pflegefachkräfte rund um die Uhr um die kleinen Patienten.

Ambulante Intensivpflege von Kindern

Vielen Familien wichtig: Die beste Versorgung für das Kind! Das geht auch von zu Hause! Hier können die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld leben und werden trotzdem optimal gepflegt.

Um eine gute, ambulante Versorgung gewährleisten zu können, sind rund um die Uhr Pflegekräfte anwesend. In den häufigsten Fällen nur zwei unterschiedliche. Denn sowohl das Pflegekind, als auch die restliche Familie soll sich zu Hause weiterhin vollkommen wohlfühlen und eine normale Routine soll geschaffen werden.

Die examinierten Pflegefachkräfte sind dabei zwischen acht und zwölf Stunden täglich abwechselnd anwesend und unterstützen die Angehörigen bei der Pflege und Betreuung. So können Angehörige zudem auch Aufgaben übernehmen, denn Kinder fühlen sich oft wohler dabei, wenn bestimmte Versorgungen von Personen ausgeführt werden, denen sie nahe stehen.

Wohneinrichtungen für die Kinderintensivpflege

Auch für die jungen Patienten gibt es Pflege-Wohneinrichtungen. Hier wird zwischen Kurz- und Langzeitaufenthalten unterschieden. Anders als bei der ambulanten Pflege, sind hier allerdings mehrere Pflegekräfte für ein Kind zuständig.

Um sich vollkommen wohl zu fühlen kann jedes Kind sein eigenes Zimmer individuell nach den eigenen Vorstellungen einrichten und gestalten.So dürfen in den meisten Wohngemeinschaften eigene Möbel, Dekorationen und andere Lieblingsdinge mit in die WG einziehen.

Aufgaben in der Intensivpflege von Kindern

Pflegekräften in der Intensivpflege wird häufig viel abverlangt. Durch die lebenswichtigen Maßnahmen ist sehr viel Konzentration und Vorsicht geboten. Häufig ist kein Arzt anwesend, sodass den Kinderkrankenpflegern sehr viel Verantwortung auferlegt wird.

Trotzdem immer das Wichtigste: Kindern trotz des Schicksalsschlags ein schönes und vor allem lebenswertes Leben zu schenken.

Neben der Grundpflege, die häufig versucht wird, den Angehörigen näherzubringen, fallen viele weitere Aufgaben im Arbeitsalltag eines Kinderintensivpflegers an.

Auch die Behandlungspflege nimmt einen großer Teil der Arbeit in Anspruch. Hierbei steht die Beatmungspflege im Vordergrund. Die Anlage eines Tracheostomas gehört zu den Hauptaufgaben in der Kinderintensivpflege, denn viele zu betreuende Kinder sind beatmungspflichtig. Der Beatmungsparameter muss ständig überwacht werden und überschüssiges Sekret bei Bedarf von Pflegekräften abgesaugt werden. Ebenso der Verbandswechsel, das Verabreichen von Medikamenten und die dauernde Überwachung der Vitalwerte sind immer wiederkehrende Aufgaben in der Behandlungspflege.

Doch nicht nur pflegerische Aufgaben fallen für die Kinderintensivpflegekräfte an. Auch hauswirtschaftliche Aufgaben müssen erledigt werden. Dazu gehören beispielsweise die Reinigung der Patientenzimmer, das Beziehen des Bettes, das waschen und aufhängen der Wäsche und die Zubereitung von Mahlzeiten.

Wird ein Kind intensiv gepflegt, muss auch den Eltern und Angehörigen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Situation, zu akzeptieren, dass das eigene Kind nicht gesund ist und ein eingeschränktes Leben führt ist nicht leicht. Noch schwieriger ist es wohl, das eigenes Kind in die Pflege zu geben. Auch sie müssen in dieser schwierigen Zeit unterstützt werden, sowohl was die medizinischen Kenntnisse angeht, als auch emotional.

Alles über die Kinderintensivpflege

2017 benötigten ca. 80 Tausend Kinder unter 15 Jahren eine Intensivpflege.

Welche Kinder sind betroffen? Die Antwort: Kinder, die erweiterte Überwachungs-, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden benötigen, werden in der Kinderintensivpflege behandelt. Sie wird bei Kindern zwischen 0 und 18 Jahren angewandt.

Gründe für die Kinderintensivpflege

Gründe gibt es einige. So können neurologische Erkrankungen, Mehrfachbehinderungen, Lähmungen, Krebserkrankungen, Frühgeburten und viele weitere Erkrankung dazu führen, dass Angehörige ihre Kinder in die Intensivpflege geben müssen.

Voraussetzungen für die Arbeit in der Kinderintensivpflege

Um in der Intensivpflege für Kinder arbeiten zu dürfen wird ein Abschluss als examinierte*r Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Altenpfleger*in vorausgesetzt.

Gehalt als Intensivpfleger für Kinder

Die durchschnittliche Gehaltsspanne in dem Beruf liegt zwischen 34.800 und 50.900 Euro brutto. Was viele trotz all des Stresses und all der Verantwortung vergessen: Durch strahlende Kinderaugen bleibt die Welt der Erwachsenen für einen kurzen Augenblick stehen. Vielleicht ist der Beruf als Kinderintensivpfleger gerade dadurch ein ganz besonderer!

Quellen

https://www.youtube.com/watch?v=g1WoZ7T8I5Q
https://www.youtube.com/watch?v=xViyp4VyKpk
https://born-pflege.de/blog-post/was-ist-kinderintensivpflege
https://www.pflege-hellemitte.de/kinder-intensivpflege/
https://www.asb-muenden.de/unsere-angebote/kindertagesstaette/generationsuebergreifendes-erleben
https://www.diakoneo.de/magazin/projekte-kinder-und-senioren/