Mindestlohn in der Pflege – Spahn fordert 14 Euro Stundenlohn

Der Mindestlohn für Pflegefachkräfte ist auch in diesem Jahr wieder erhöht worden. Seit 2010 steigt der dieser in der Pflegebranche stetig an. 11,50 Euro beträgt momentan der minimalste Lohn, wobei dies nur für Westdeutschland und Berlin gilt. In Ostdeutschland, wo die Lebenshaltungskosten etwas niedriger sind, steigt er auf 10,55 Euro. „Damit erreicht die Politik eine gewisse Wertschätzung für die Branche, die sie auch verdient“, äußert sich Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbandes Pflege. „Der Mindestlohn ist für die ungelernten Hilfskräfte.“* Examinierte Pflegefachkräfte, die in einem krisenfesten und zukunftssicheren Beruf arbeiten, verdienen ohnehin deutlich mehr. Zum 1. Januar 2020 soll er übrigens noch einmal steigen auf 11,35 Euro im Westen und 10,85 Euro im Osten.

Wie steht die Politik zum Mindestlohn?

Dass die Politik in Sachen Mindestlohn für Pflegefachkräfte tätig werden musste, wurde vehement gefordert. Nach dem stetigen Anstieg des Mindestlohn fordert nun der aktuelle Bundesgesundheitsminister einen noch höheren Lohn. „Gute 14 Euro – und das ist immer noch wirklich ein Mindestlohn“, fordert Jens Spahn. Für viele Beschäftigte in der Pflege sei es eine erhebliche finanzielle Verbesserung als bislang. Die Politik hatte im Juni 2019 erst ein Gesetz vorgeschlagen, welches ermöglichen soll, dass zukünftig Tariflöhne in der Pflegebranche gezahlt werden.

Gelingt der Schritt über die Gesetzgebung nicht, sollen die Mindestlöhne in ganz Deutschland vereinheitlicht werden. Die schlechte Bezahlung in der Branche soll einer der Gründe sein, warum fast 40.000 Stellen deutschlandweit unbesetzt sind und dies bei wachsender Zahl an Menschen, die auf Pflege angewiesen sind. Das Gesetz soll im Herbst verabschiedet werden. Unklar ist bisher nur noch, wie die steigenden Kosten in der Pflegebranche finanziert werden sollen.

Quellen:*https://arbeitgeberverband-pflege.de/das-haben-wir-zu-sagen/der-mindestlohn-fuer-pflegehilfskraefte-steigt-ab-1-januar-2019-erneut-um-50-cent-auf-1105-euro-an/