Spahn kündigt an: Gratis Schnelltests für alle


Spahn kündigt an: Gratis Schnelltests für alle

Am 1. März soll es losgehen: Wer möchte, kann sich bald kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Jens Spahn plant, dass sich alle Bürger*innen in Deutschland dann mit den Antigen-Schnelltests überprüfen lassen können. Hier findet ihr alle wichtigen Infos, was genau der Bundesgesundheitsminister plant.

Speichel- oder Gurgeltests auch für Laien

Am 16. Februar wurde der Plan erstmals öffentlich gemacht, in einer Pressekonferenz am 17. Februar konkretisierte Spahn seine Aussage. Geschultes Personal soll ab Anfang März die Bürger*innen kostenlos auf das Corona-Virus testen können.

Mittlerweile gäbe es genug Test auf dem Markt, um diese Strategie zu verfolgen. Ganze 50-60 Millionen Tests werden wohl monatlich zur Verfügung gestellt. Geplant sei, dass Kommunen zunächst Testzentren oder Apotheken mit Angeboten beauftragen, die Kosten übernehme der Bund. Eine Eigenbeteiligung von einem Euro pro Test ist aber auch im Gespräch. Selbsttests, die ohne geschultes Person durchgeführt werden können, sind ebenfalls in Planung. Die Zulassung der Tests durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist nicht mehr in weiter Ferne und das Bundesgesundheitsministerium verhandelt wohl bereits mit mehreren Herstellern. Es geht dabei unter anderem um die sogenannten Speichel- oder Gurgeltests.

Die Ankündigung von Jens Spahn wurde am 16. Februar erstmals über Twitter geteilt:

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Antigen-Test sind bereits praxiserprobt

Die sogenannten Antigen-Tests werden bereits seit Herbst 2020 in Pflegeheimen und Kliniken verwendet. Auch hier werden die Proben nur von geschultem Personal entnommen und können direkt vor Ort ausgewertet werden. Bereits nach 20 bis 30 Minuten kann schon ein positives oder negatives Ergebnis festgestellt werden. Zwar sind die Antigen-Test weniger genau als die sogenannten PCR-Tests, weil sie insbesondere dazu geeignet sind, eine hohe Virenlast nachzuweisen – aber trotzdem könnte diese Form der Test eine gute Strategie sein, um die Ausbreitung von COVID-19 weiter einzuschränken.

Mehr Sicherheit in Schulen und Kitas

Negative Schnelltests geben aber keine hundertprozentige Sicherheit, dass man nicht infiziert ist. Deshalb sollte man trotz negativem Testergebnis weiterhin seine Kontakt auf das Notwendigste beschränken. Klare Vorteile gibt es dennoch: Mehr Corona-Erkrankte können so ermittelt und in Quarantäne geschickt werden.

In Österreichs Schulen gibt es solche kostenfreien Schnelltests bereits. Mit der kommenden Öffnung von Kitas und Schulen und dem Präsenzunterricht in den Oberstufen soll so eine dritte Welle vorgebeugt werden.

Quellen:

Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/politik/am-1-maerz-soll-es-losgehen-spahn-kuendigt-kostenlose-corona-schnelltests-fuer-alle-an/26919618.html

Pressekonferenz vom Jens Spahn am 17. Februar