Was ist eigentlich gute Pflege ?

Ein Mensch der Pflege benötigt sollte auch die ensprechende Unterstützung bekommen – oder? Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer. Was sollten Pfleger/innen und die Pflegedienste leisten, damit sich die Klienten auf sie verlassen können? Und vor allem: Was macht gute Pflege aus? Egal ob Intensivpflege, ambulante Pflege, Tages- oder Nachtpflege – die ethischen Werte sollten in jeder Art von Pflege Priorität haben. Doch welche Werte gehören dazu und warauf sollte ich als Pflegekraft besonders viel Wert legen?

Was gute Pflege ist, lässt sich natürlich nicht objektiv beurteilen. Für den einen ist es, dass man seine Aufgaben gründlich oder schnellstmöglich erledigt, der nächste ist der Meinung dass Zeit und Empathie eine wichtigere Rolle spielen. Doch im Prinzip geht es darum, dem Patienten das Leben lebenswert zu gestalten. Egal unter welcher Erkrankung der Pflegebedürftige leidet. Um dies zu ermöglichen gelten bestimmte Werte, die man verfolgen sollte.

Wichtig für gute Pflege: Kompetenz & Empathie

Das Wichtigste sind natürlich die nötigen Kompetenzen im eigenen Gebiet. Auf gewisse Verhaltensweisen des Pflegebedürftigen vorbereitet zu sein, richtig darauf einzugehen, belastbar zu sein und sich seiner Verantwortung bewusst zu sein. Das sind echte Kernkomeptenzen, die jede Pflegekraft besitzen muss. Der banalste Fehler in diesem Gebiet kann dem Pfleger und auch dem Patienten schaden.

Was macht einen empathischen Menschen aus? Ein empathischer Mensch ist sich bewusst, dass der Pflegebedürftige wie jeder andere Mensch auch behandelt werden möchte. Auch wenn der Hilfsbedürftige nicht in der Lage ist, sich in der Gesellschaft wie andere Menschen einzubringen, ist es trotzdem wichtig ihm den nötigen Respekt vorzuweisen. Und ihn zu Dingen zu ermutigen, die er sich vielleicht nie zutrauen würde. Rücksicht, Toleranz, Geduld gehören einfach zu diesem Job dazu. Man muss alles tun, um dem Patienten zu zeigen, dass er nicht wertlos ist. Er soll seinen Platz in der Gesellschaft finden. Denn ein Pflegebedürftiger hat das Recht auf Menschlichkeit ihm gegenüber.

Liebe & Teilhabe

Jeder Mensch liebt und möchte geliebt werden. Ein Pfleger sollte sich dessen bewusst sein. Dem Pflegebedürftigen muss gezeigt werden, dass er geliebt wird und willkommen ist. Es ist wichtig, dem Patienten zu verdeutlichen, dass man Freude daran hat für ihn da zu sein und dies auch leidenschaftlich tut. Zärtlichkeit, im physischen wie auch psychischen Sinne und natürlich nur im angebrachten Maße, sollen dem Patienten entgegen gebracht werden.

Ein Mensch möchte frei sein und selbst über seinen Geist und Körper bestimmen. Obwohl das nicht immer möglich ist, sollte ein Pfleger dem Gepflegtem so weit es geht ermöglichen unabhängig zu sein, denn ansonsten fühlt er sich wert- und machtlos. Und das entspricht nicht einer guten und verantwortungsvollen Pflege nach ethischen Normen.

Heilen

Den Pflegebedürftigen zu heilen, klingt in diesem Sinne paradox, soll aber heißen, dass man dem Menschen seine Schmerzen nimmt oder diese zumindest lindert. Denn meistens ist es die Psyche, die dem Gepflegten zusätzlichen Schaden zufügt und da ist es wichtig mit liebevollem Umgang Beistand zu leisten. Pflege heißt nämlich nicht nur physische Hilfe zu leisten, sondern auch mentale.

Zusammengefasst heißt gute Pflege, das Leben des Gepflegtem lebenswert zu gestalten und dies bis zum letzten Augenblick auszukosten.
Würdet ihr von euch behaupten, gute Pflege nach diesem Maßstäben zu leisten?